Ein Blutwunder im Dreissigjährigen Krieg
Am Fronleichnamstag des Jahres 1635 haben tausend schwedische Ritter das Dorf überfallen und die «jnnwohner… nit allein erschlagen sondern gemetzget.» Da zeigte Gott der Allmächtige durch ein Wunderwerk…, wie unschuldig der Armen Blut vergossen und wie stark dasselbig in den Himmel geschrauen: «Nachdem zehn Körper im Dorf gelegen und zur Begräbnis wir ein grosses Grab machten, ist nach jedem Stuff der schaufflen, das Blut überflüssig aus der Erde geflossen. Und als man in selbigem Orth viel Todtenbeiner die lang daselbsten vergraben, und all (ganz) weiss und ohne Fleisch wie die im Beinhaus gesehen worden, gefunden, ist aus allen denselben ein rother schweiss überflüssig herausgeflossen.», worauf die Anwesenden erschraken und fürchteten, dies sei ein Zeichen, dass nochmals Soldaten kommen würden.
Therwil
Quelle: P. Suter/E. Strübin, Baselbieter Sagen. Quellen und Forschungen zur Geschichte und Landeskunde des Kantons Basel, Band 14. Liestal 1976
Eingelesen von der Mutabor Märchenstiftung auf www.maerchenstiftung.ch.