S Räbgässligspängscht
Noch in den neunziger Jahren war der Hang zwischen Arisdorf und Olsberg fast ganz mit Reben bepflanzt. An der Stelle, wo der Weg zwischen steilen Borden durchführt, erschien nächtlichen Wanderern das Räbgässligspängscht. Wie es aussah, weiss ich nicht.
Von Zeit zu Zeit kam zu uns der Schuhmacher auf die Stör. Er brachte sein Geschirr in einer Hutte mit. Als er sich eines Abends spät zum Heimgehen anschickte, machte ihm mein Vater mit dem Räbgässligspängscht Angst. Am folgenden Morgen beteuerte der Schuhmacher, er sei dem Gespenst begegnet. Es habe sich hinter ihm auf die Hutte gesetzt und diese sei immer schwerer geworden.
Arisdorf-Olsberg
Quelle: P. Suter/E. Strübin, Baselbieter Sagen. Quellen und Forschungen zur Geschichte und Landeskunde des Kantons Basel, Band 14. Liestal 1976
Eingelesen von der Mutabor Märchenstiftung auf www.maerchenstiftung.ch.