Betrügerische Schatzgräber
Noch lebende Leute erzählen: Olsberger lernten einige Schwarzwälder kennen, die sich anheischig machten, den Teufel zu beschwören, um verborgene Schätze zu Tage zu fördern. Eines Abends spät erschienen in Mänteln die Gesellen. Sie schickten den grossen Hans (Dorfname) und seine Leute in den Keller hinab, um, wie sie sagten, die Sache nicht durch Uneingeweihte aufs Spiel zu setzen. Sie warnten sie auch, ihren sicheren Platz zu verlassen, auch wenn es poltere und rassle. Der Hauseigentümer gehorchte, und richtig: nach einiger Zeit ertönte ein Gepolter, dem eine lange Stille folgte. Als sich nichts regen wollte, wagten sie sich ungerufen nach oben und mussten sehen, dass das Gemach leer und alles, was Wert hatte, verschwunden war. Bewaffnet setzten sie den Flüchtigen nach, vergebens: die Nacht hatte sie schuss- und stichfest gemacht.
Olsberg
Quelle: P. Suter/E. Strübin, Baselbieter Sagen. Quellen und Forschungen zur Geschichte und Landeskunde des Kantons Basel, Band 14. Liestal 1976
Eingelesen von der Mutabor Märchenstiftung auf www.maerchenstiftung.ch