Schatzgräberei auf dem Galms und auf Berg
Jahr 1727. Heinrich Füchter (Fiechter), Posammenter und Taglöhner von Liestal, hat von einem Solothurner ein Zauberbüchlein. Er hat bereits vor anderthalb Jahren auf dem Calmen (Galms) ein Loch gegraben, «weil es daselbst getönt.» Geistliche von Dornach und Arlesheim und der Nachrichter von Hüningen sowie ein «Bub von Wyl» seien «auf dem Feld gegen Selbisperg» neulich graben gegangen. Der Bub habe auf dem Berg ein Glas hervorgezogen und mit mitgebrachtem Wasser gefüllt, «darnach darein geschaut und gesagt, es hab etwas daherumb.» Diese Geistlichen haben daselbst ein Craiss gemacht, daraufhin haben sei gegraben.» Der Knabe habe den Beklagten nicht ins Glas schauen lassen, «mit dem Vorgeben, es müss einer ein Fronfasten Kind seyn». Er habe zuerst auch gegraben, «weilen er aber in werendem Graben geredt, hab er darvon müssen». «Ursächer» des ganzen sei «ein c. v. Stier… gewesen, dann sein Bruder hab diesen Stier auf dem Berg bei Selbisperg durchgeführt; er hab aber nicht können darüber bracht werden und hab es auch daselbst gedönt …»
Liestal
Quelle: P. Suter/E. Strübin, Baselbieter Sagen. Quellen und Forschungen zur Geschichte und Landeskunde des Kantons Basel, Band 14. Liestal 1976
Eingelesen von der Mutabor Märchenstiftung auf www.maerchenstiftung.ch.