Eine gseht, was en andere träumt
Vor ville Johre isch ein usim Underdorf znacht zwüsche zwölfi und eis vo Buebedorf d Landstross uuf cho. S isch e heiteri Nacht im Brochmonet gsi. Do het er vo der Stross här gseh, wie ein Schoche macht. Er het en gchennt, er isch au im Underdorf gwohnt. Er het im grüefe, aber der ander het im kei Antwort gee und eifach wyter gschöchlet.
Am andere Tag het er en troffe und zuenim gsait: «Du bisch scho ne glungene Kärli, gohsch znacht go schöchle!» Der ander het im zur Antwort gee: «I bi doch nit go schöchle, chasch my Frau froge. — Aber gspässig, es het mer träumt, i haig dort nide gschöchlet!»
Ziefen
Quelle: P. Suter/E. Strübin, Baselbieter Sagen. Quellen und Forschungen zur Geschichte und Landeskunde des Kantons Basel, Band 14. Liestal 1976
Eingelesen von der Mutabor Märchenstiftung auf www.maerchenstiftung.ch.