Der rote Hund vom Rütiholz
An einem heissen Sommertag musste Marro Peter nach Eichholz, um dort einen Auftrag zu erledigen. Heimwärts nahm er den Weg durchs Rittenholz (= Rütiholz. Anm. d. Red.), wodurch ein Fussweg führte. Gegen die Waldlichtung zu war ein grosser Steinhaufen. Darauf lag eine Gestalt. Als Peter sich dem Steinhaufen näherte, erkannte er den gefürchteten «roten Hund», von dem er schon viel Ungutes hatte erzählen hören. Der Bub machte das Kreuzzeichen und betete ein Vaterunser. Dann ging er in weitem Bogen um den Steinhaufen. Der rote Hund, der sich sonnte, knurrte zwar und starrte mit bös funkelnden Augen dem Knaben nach, der vor Furcht bebte; aber sonst fügte er ihm kein Leid an.
Quelle: Pater Nikolaus Bongard, Sensler Sagen, Freiburg 1992.
Eingelesen von der Mutabor Märchenstiftung auf www.maerchenstiftung.ch.