
Märchen aus der fernen Heimat – Iran
Das Ziel dieser besonderen Geschichtensammlung ist die Förderung des interkulturellen Dialogs mit Märchen aus der Herkunft von Menschen, die hier eine neue Heimat gefunden haben. Geschichten aus dem eigenen Land sind starke Identifikationsträger, weil sie viel traditionelles Vermächtnis bewahren. Sie können das Verständnis für die Vielfalt der Kulturen fördern und Gelegenheit bieten, Gemeinsamkeiten zu erkennen. Denn alle Menschen auf der Welt, so erzählen es die Märchen, sind auf der Suche nach dem Glück.
Iran
Das historische Persien hat eine lange Geschichte mit grossem kulturellem Reichtum hinter sich. Nach der Gründung der Islamischen Republik Iran folgte Krieg und das Scheitern von Reformbemühungen; zudem nehmen die Umweltprobleme zu. Die Arbeitslosigkeit und Inflation sind hoch, auch wegen des stark theokratischen Regimes, das die politischen Freiheiten stark einschränkt und ethnische Minderheiten unterdrückt, zu denen etwa ein Drittel der Bevölkerung gehören, so dass Menschen zu politischen Flüchtlingen werden.
Märchen aus dem Iran in Deutsch und Farsi
Die Märchentexte wurden in übersichtlicher Sprache neu formuliert, um den Einsatz im Integrationsunterricht zu erleichtern und eignen sich für verschiedene Altersstufen. Wer oft unglücklich ist, sollte sich auf die Suche nach seinem Glück machen, wie "Der Bruder, dessen Glück schlief". Manche Dinge sind anders, als sie scheinen, das erfährt "Der König und sein Falke". Wie ein junger Mann und sein Kamel wieder nach Hause kommen erzählt "Sareban, der Kameltreiber".