
Schweizer Märchenschatz - Kanton Zug
Nach dem Vorbild der Brüder Grimm haben sich Märchensammlerinnen und -sammler in der Schweiz vor über hundert Jahren auf die Suche nach den überlieferten Erzählungen gemacht. Die Mutabor Märchenstiftung stellt in der Datenbank „Schweizer Märchenschatz“ mehrere tausend dieser Märchen und Sagen zur Verfügung.
Sagen aus dem Kanton Zug
Der kleinste Kanton hat einige wunderbare Sagen zu bieten. Dass diese nicht verloren gegangen sind verdanken wir tatkräftigen Sammlern wie Alois Lütolf oder Hans Koch. Die Sagen sind ein Zeitdokument für die Erzählkultur. Lassen Sie sich von der Vielfalt überraschen!

Senfchörnli und Batzibitzili
Unter dem Titel Das heiratslustige Erdmännchen versteckt sich das Motiv, das als "Rumpelstilzchen" aus der Sammlung der Brüder Grimm bekannt ist. Die Zuger Heldin allerdings weiss sich selbst zu helfen. Noch so einer ist der Batzibitzili.
Aber es gibt auch Erdmännchen die Hilfe brauchen, zum Beispiel in Die Erdmännchen und die Hebamme. Zum Dank schenken sie Kohle - oder sind es doch Diamanten?
In Geldsonnen erfährt man, dass die Zuger gerne etwas vom Geld der Erdmännchen gehabt hätten.

Versunkene Ritter, geisterhafte Klöster
Jeder Krieg ein Trauma - kein Wunder also, dass die Zuger glauben, dass bis heute "Die Ritter von Morgarten" als Geister aus dem Ägerisee auftauchen.
Das verschwundene Kloster erzählt ebenfalls eine geisterhafte Geschichte.
Seltsam ist es in Ein musikalisches Gespenst. Zu besonderen Zeiten können Tiere reden und sie wissen oft mehr als die Menschen, wie in Sprechende Kühe.
Hoffen wir aber, dass die Zuger heute, nicht mehr glauben, Frauen könnten sich in Hexen verwandeln, wie in Tanzende Katzen.