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Die Weisheit des Lebens*

Land: Irak
Kategorie: Novelle

In einer Stadt am Ufer des Tigris trafen sich gern die Weisen und die Gelehrten aus der ganzen Welt, um jungen Menschen in ihrem Wissen zu unterweisen. Unter den Schülern war auch ein junger Mann, der besonders eifrig lernte. Einmal hörte er, wie ein Gelehrter Folgendes erzählte: „Ich habe einen Weisen getroffen, der alle Weisen in dieser Welt übertrifft, und doch lebt er ohne Ruhm in einer Schmiede und arbeitet dort, wie vor ihm sein Vater und sein Grossvater.“ Von nun an musste der junge Mann immer an den Weisen denken und so bat er seine Eltern: „Bitte, lasst mich ziehen und beim weisen Schmied lernen!“ Doch die Eltern wollten ihn nicht gehen lassen. „Du weisst doch schon so viel. Du bist gelehriger als alle anderen Schüler. Warte, bis du älter bist, bevor du auf die Reise gehst.“ Doch in dem jungen Mann brannte die Ungeduld, und so blieb er zwar zu Hause, doch er wurde krank und es ging ihm mit jedem Tag schlechter. Da liessen ihn die Eltern endlich ziehen.
Der junge Mann machte sich auf den Weg. Er wanderte siebzig Tage und siebzig Nächte. Dann kam er in die Stadt, wo der weiseste aller Weisen lebte.  Der junge Mann suchte die Schmiede und fand dort einen sehr alten Mann. Dieser schaute ihn an und fragte: „Was wünschst du?“
„Meister, ich möchte die Weisheit des Lebens lernen.“
Der Meister schwieg. Dann griff er nach dem Strang, der den Blasebalg der Schmiede aufzog und sagte: „Zieh den Strang!“
Der junge Mann gehorchte. Er zog am Strang, bis die Sonne unterging. Nachts schlief er in einer Ecke der Werkstatt und am folgenden Tag stand er auf und zog wieder am Strang. So vergingen einige Tage, Wochen, Monate, ein ganzes Jahr. Schliesslich waren zwei Jahre vergangen. Da wandte sich der junge Mann wieder an den Meister und bat: „Lehrt mich die Weisheit des Lebens!“
„Zieh den Strang!“, antwortete der Schmied, und so zog der junge Mann am Strang, Tag für Tag, Woche für Woche, Jahr für Jahr.
Als fünf Jahre um waren, ging der weise Schmied abends auf den jungen Mann zu und sagte: " Nun kannst du nach Hause zurückkehren. Die ganze Weisheit des Lebens ist in deiner Seele, denn ich habe dich Geduld gelehrt.“
Da verneigte sich der junge Mann tief vor seinem Meister, verliess die Schmiede und kehrt glücklich in sein Land zurück.

Fassung Djamila Jaenike, nach: R. und P. Soupault, Märchen aus fünf Kontinenten, Vevey 1968, © Mutabor Märchenstiftung 

 

حكمة الحياة

في مدينة على ضفاف نهر دجلة، أحب الحكماء والعلماء من جميع أنحاء العالم الاجتماع لتعليم الشباب في معارفهم. كان من بين الطلاب شاب، كان حريصًا بشكل خاص على التعلم. ذات مرة سمع أحد العلماء يروي ما يلي: "قابلت حكيمًا يفوق كل حكماء هذا العالم، ومع ذلك فهو يعيش ويعمل في مخرطة حديد بلا شهرة مثل والده وجده من قبله". كان على الشاب دائمًا أن يفكر في الرجل الحكيم، لذلك سأل والديه: "من فضلكم، دعوني أذهب وأتعلم من الحداد الحكيم!".

 لكن الوالدين لم يرغبوا في السماح له بالرحيل. "أنت تعرف الكثير بالفعل. أنت أكثر قابلية للتعليم من جميع الطلاب الآخرين. انتظر حتى تكبر قبل أن تسافر". ولكن الشاب كان ينفد صبره، وبقي في المنزل، إلا أنه أصيب بالمرض وتفاقمت حالته كل يوم. حتى تركه والديه أخيراً.

انطلق الشاب. طاف سبعين نهاراً وسبعين ليلة. ثم جاء إلى المدينة التي يسكن فيها أحكم الحكماء. بحث الشاب عن الحداد ووجد هناك رجلاً عجوزًا جدًا. نظر إليه وسأل: "ماذا تريد؟".

.""يا معلم، أريد أن أتعلم حكمة الحياة

السيد لم يقل شيئا. ثم أمسك بالحبل الذي فتح منفاخ الحدادة وقال: "اسحب الحبل!"

أطاع الشاب. سحب الحبل حتى غروب الشمس. كان ينام ليلاً في ركن من أركان الورشة وفي اليوم التالي ينهض ويبدأ في السحب مرة أخرى. مرت بضعة أيام، أسابيع، شهور، سنة كاملة على هذا النحو. أخيراً مرت سنتان. ثم عاد الشاب إلى سيده وسأله: "علمني حكمة الحياة!"

أجاب الحداد: "اسحب الحبل!" وهكذا سحب الشاب الحبل يومًا بعد يوم، وأسبوعًا بعد أسبوع، وعاماً بعد عام.

بعد مرور خمس سنوات، صعد الحداد الحكيم إلى الشاب في المساء وقال: "الآن يمكنك العودة إلى المنزل. كل حكمة الحياة في روحك الآن، لأنني علمتك الصبر."

انحنى الشاب بشدة لسيده وترك الحدادة وعاد سعيدا إلى بلده.

حكايات خرافية من العراق، نسخة جميلة جانيكه، مستوحاة من: ر. و ب. سوبولت، حكايات خرافية من خمس قارات، فيفي 1968.

Mit Ausnahme einer kurzen Verschnaufpause zwischen 1988 und 1990 haben die Menschen im Irak seit Jahrzehnten keine Friedenszeiten mehr erlebt.  Andauernde Kämpfe zwischen der Armee und bewaffneten IS-Gruppen haben immer mehr Menschen im Irak zur Flucht gezwungen. Die humanitäre Krise im Land ist schlecht und Gewalttaten an der Tagesordnung. Laut dem Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen (UNHCR) sind aktuell mehr als 1,4 Millionen IrakerInnen auf der Flucht.