Der Schlossteufel auf der Burg Grenchen

Land: Schweiz
Kategorie: Sage

Vor alter Zeit hauste auf der Burg Grenchen ein arger Tyrann, der die Bauern bedrückte und aussaugte. Zur selben Zeit lebte über der Aare, unweit vom Dorf Arch, ein anderer Zwingherr, dem die Not der Bauern zu Herzen ging. Er fasste den Entschluss, den Tyrannen zu töten. Die Schlossmagd auf der Burg Grenchen war ihm dabei behilflich. Als der Herr der Grenchner Burg abends am Tische sass, stellte die Magd ein Licht unters Fenster. Sogleich flog von Arch her ein Bolzen durchs Fenster und traf den Tyrannen ins Auge, so dass er tot vom Stuhl fiel. Seither ist sein Geist nicht mehr zur Ruhe gekommen. Er spukt in Teufelsgestalt in der Burgruine und bewacht das den Bauern abgepresste Gold. Wenn das Wetter ändern will, verlässt der Schlossteufel das Gemäuer, tritt auf die Rothenfluh heraus, jauchzt und johlt herum. Niemand ist dann seines Lebens sicher. Wenn einer dann zufällig an der Burg vorbeifährt, reisst der Teufel den Rossen die Kummet ab und hängt sie hoch in die Tannen. Auch mit den Sennen treibt er seinen bösen Spass. Darum nahm der Bützensenn, wenn er an der Burg vorbeimusste, immer sein Lederkäppchen ab und sagte einen frommen Spruch. So ist ihm nie etwas Böses geschehen.

Seit der Franzosenzeit hat man vom Schlossteufel nichts mehr gehört.

Quelle: P. Keckeis, M. Kully, Sagen der Schweiz. Solothurn, Zürich 1987. Eingelesen von der Mutabor Märchenstiftung auf www.maerchenstiftung.ch

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