Der Teufel im Stall

Land: Schweiz
Kategorie: Sage

In einem Hause zu Lommiswil, das heute noch steht, war's ungeheuer. Jede Nacht verendete den Bauersleuten die schönste Kuh. Das ging einem Bauernburschen zu Herzen, und eines Abends ging er in den Stall, um zu wachen. Nicht lange darauf kam der Teufel durch die Wand und wollte mit einem feurigen Stock die schönste Kuh erstechen. Da rief der Bursche: «Nicht diese.» Der Teufel wurde über diese Worte nicht wenig zornig; er ging auf den Burschen los und schlug ihn ohnmächtig. Als nun am Morgen der Knecht in den Stall kam, sah er den Burschen wie tot am Boden liegen. Erst nach mehreren Stunden kam er wieder zu sich. Er erzählte was geschehen war. Da berieten nun die Bauern, wie sie dem Teufel Meister werden könnten. Endlich kam einer auf folgenden Gedanken: sie hängten an die Stallwand ein Kreuz, und vor die Türe wurde ein Häuschen aus Stein gebaut, das nur eine kleine Türe hatte. In einer bestimmten Nacht machten sich vier Bauern an die Arbeit. Jeder war mit einer Mistgabel bewaffnet. Kaum waren sie im Stall, kam der Teufel. Diesmal kam er aber nicht gut an, denn er wurde in das Häuschen hineingetrieben. Wie er drinnen war, wurde die Türe zugemauert, und der Teufel war gefangen. Viele Leute sagen, er sei immer noch im Häuschen, das jetzt noch steht.

Quelle: P. Keckeis, M. Kully, Sagen der Schweiz. Solothurn, Zürich 1987. Eingelesen von der Mutabor Märchenstiftung auf www.maerchenstiftung.ch

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