Die Pestleutchen

Land: Schweiz
Kategorie: Sage

Im vierzehnten Jahrhundert war im Bernerlande ein grosser «Sterbet». Damals, erzählte man, ging ein sonderbarer Mann und seine Frau mit einer Sense und einem Besen durch das Diemtigental. Auf die Frage, was sie wollten, antworteten sie: «Hinten anfangen und herauswischen.» So fing das Sterben an. Die Menschen niesten und sanken tot hin. Man wusste in dieser Not nichts, als so oft jemand nieste, zu sagen: «Helf dir Gott!» Die Seuche war so gross, dass eine Kuh in einer Nacht an den neunten Erben fiel. Ein Mann führte die Leichen von hinten bis in die Mitte des Tals und ein anderer dann bis auf den Kirchhof. Auf dem Wege nach der Kirche steht der «Brotstein», wo die Männer Brot und Wein zu sich nahmen. In den inneren «Bauerten» des Diemtigentales blieb eine einzige Weibsperson übrig, zu welcher später ein Bettler kam, und von diesen Zweien wurde die Gegend wieder bevölkert.

 

Aus: P. Keckeis, M. Waibel, Sagen der Schweiz. Bern, Zürich 1986

Eingelesen von der Mutabor Märchenstiftung auf www.maerchenstiftung.ch

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