
Schweizer Märchenschatz - Kanton Wallis
Nach dem Vorbild der Brüder Grimm haben sich Märchensammlerinnen und -sammler in der Schweiz vor über hundert Jahren auf die Suche nach den überlieferten Erzählungen gemacht. Die Mutabor Märchenstiftung stellt in der Datenbank „Schweizer Märchenschatz“ mehrere tausend dieser Märchen und Sagen zur Verfügung.
Fast 800 Sagen und Märchen aus dem Kanton Wallis
Die vielfältige Landschaft des Kanton Wallis spiegelt sich in seinen Sagen und Märchen. Dass die überlieferten Sagen nicht verloren gegangen sind, verdanken wir vor allem tatkräftigen Sammlern wie Josef Jegerlehner, Josef Guntern, Moritz Tscheine und Josef Ruppen. Die Sagen sind ein Zeitdokument für die damalige Erzählkultur. Lassen Sie sich von der Vielfalt überraschen! In der Kategorie "Zaubermärchen" oder "Schwank" finden Sie einige ausgewählte Geschichten.

Von armen Seelen und Erlösungskräutern
Die alte Schmidja zum Lesen und Hören (Erzählerin Luciana Brusa).
Die weissen Vögel vom Arpsee zum Lesen und Hören (Erzählerin Luciana Brusa):
In der Kapelle der armen Seelen auf der Belalp hängt ein Bild der alten Schmidja, wie sie den Faden spinnt und an den Wänden erinnern Bilder an Verstorbene. «Schoch!», ist ein alter Ausdruck, der so viel sagt wie: «Mich friert». Die drei genannten Wildkräuter in der zweiten Sage sind im Wallis verbreitet.

Die drei Sprachen und andere bekannte Motive
Das Walliser Märchen "Die drei Sprachen" hat Eingang gefunden in die berühmte Sammlung der Brüder Grimm.
An das bekannte Motiv von "Aschenputtel" lehnt sich das Märchen Der Drächengrudel an.
Hundert auf einen Streich ist die Walliser Variante vom tapferen Schneiderlein.
In der Geschichte Gutbrand wird ein norwegisches Motiv nacherzählt.
Spannend ist Das Zwerglein Türliwirli, in der die Weisheit des Zwergenvolks auf eine harte Probe gestellt wird.