
Schweizer Märchenschatz - Kanton Graubünden
Nach dem Vorbild der Brüder Grimm haben sich Märchensammlerinnen und -sammler in der Schweiz vor über hundert Jahren auf die Suche nach den überlieferten Erzählungen gemacht. Die Mutabor Märchenstiftung stellt in der Datenbank „Schweizer Märchenschatz“ mehrere tausend dieser Märchen und Sagen zur Verfügung.
Mehr als 700 Sagen und Märchen aus dem Kanton Graubünden
Der Kanton Graubünden ist unglaublich reich und vielfältig an Märchen, Sagen und Legenden. Das verdanken wir vor allem tatkräftigen Sammlern wie Caspar Decurtins, Dietrich Jecklin, Arnold Büchli und der Märchenforscherin Ursula Brunold-Bigler. Eine Besonderheit ist die Sagensammlung der Nina Camenisch. Die Märchen und Sagen sind ein Zeitdokument für die damalige Erzählkultur. Lassen Sie sich von der Vielfalt überraschen! In der Kategorie "Zaubermärchen", "Schwank" oder "Tiermärchen" finden Sie einige ausgewählte Geschichten.

Glückschlüssel und Pestkräuter
"Die drei goldenen Schlüssel" zum Lesen und Hören (Erzählerin Sandra Greta Blum):
Unter dem Stichwort "Glück" finden Sie zahlreiche weitere Märchen, zum Beispiel "Das Brot und die drei guten Ratschläge" oder "Das geheimnisvolle Buch".
Glück ist auch, wenn man die Kräuter gegen die Pest kennt, so wie in: "Das Arcanum gegen die Pest". Manche konnten sie sogar sehen "Die Pest-Leutchen".

Caspar Decurtins und bekannte Märchenmotive
Dank der Sammeltätigkeit von Caspar Decurtins sind viele bekannte Märchenmotive in Bündner Fassung überliefert.
Sicher erkennen Sie in "Bohne, Bohne, ich schneide dich!" das bekannte Motiv (Tischlein deck dich ...) oder in "Das räudige Füchslein" das Grimmsche "Das Mädchen ohne Hände".
Mehr zu Caspar Decurtins und den Bündner Märchen im Beitrag von Dr. phil. Ursula Brunold-Bigler.